Steinmarder
Der Steinmarder (Martes foina), auch Hausmarder genannt, ist ein nachtaktiver Einzelgänger, der sich hervorragend an das Leben in menschlicher Nähe angepasst hat. Er ist bekannt für seine Schäden an Autos und Gebäuden sowie als potenzieller Krankheitsüberträger.
Steckbrief
• Artname: Martes foina – gehört zur Familie der Marderartigen (Mustelidae)
• Größe: 40–55 cm Körperlänge, Schwanz 22–30 cm
• Gewicht: 1,1–2,3 kg
• Fell: Graubraun mit weißem, gegabeltem Kehlfleck – wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Baummarder
• Körperbau: Schlank, langgestreckt, mit kurzen Beinen und unbehaarten Fußsohlen
Ernährung
• Typ: Opportunistischer Allesfresser
• Tierisch: Mäuse, Ratten, Kaninchen, Vögel, Eier, Amphibien, Insekten
• Pflanzlich: Früchte, Beeren, Nüsse, Getreide
• Stadtmarder: Nutzt Abfälle, Kompost, Haustierfutter

Lebensraum
• Verbreitung: Ganz Europa und Teile Asiens – in Deutschland flächendeckend
• Lebensräume: Wälder, Felslandschaften, landwirtschaftliche Gebiete, Städte
• Verstecke: Dachböden, Scheunen, Holzstapel, Steinhaufen
• Aktivität: Nachtaktiv, territorial, Einzelgänger
• Fortbewegung: Sehr gute Kletterer, aber meist bodennah unterwegs
Konflikte
🛠️ Gebäudeschäden
• Eindringen in Dachböden → Lärm, Kot, Uringeruch, Beutereste
• Zerstörung von Dämmmaterial, Kabeln, Isolierungen
🚗 Automarder
• Zerbeißen von Zündkabeln, Schläuchen, Dämmmatten
• Besonders in der Paarungszeit oder bei Revierkonflikten
🧫 Krankheiten und Parasiten
• Tollwut: Theoretisch möglich, aber Deutschland gilt als tollwutfrei
• Hirnhautentzündung (FSME): Indirekt über Zecken
• Bandwürmer (Cestoda), Saugwürmer (Trematoda): Über Kot übertragbar
• Gefahr für Haustiere: Übertragung auf Hunde und Katzen möglich